Ein fröhliches Osterfest und glückliche Frühlingstage
Ihre Heike Bruchertseifer


Ein fröhliches Osterfest und glückliche Frühlingstage
Ihre Heike Bruchertseifer

Was soll man halten von diesem November? Er beginnt, wie der Oktober geendet hat und den die Wetterexperten rügten, er sei für die Jahreszeit zu mild.
Die noch immer etwas wärmende Sonne der ersten Novembertage lässt die Farbenpracht des bunten Laubes erst richtig zur Geltung kommen und die Bäume nutzen diese Tage, um sich ihres Blattkleides endgültig zu entledigen. Sie werfen mit ihren Blättern nur so um sich und bedecken den Boden mit großen Haufen erdig duftenden Laubes.
Doch bald schon, da bin ich mir sicher, zeigt uns der November sein wahres Gesicht. Dann schaut er grimmig in die Welt und schickt uns Nebel und Regen oder lässt den Sturm um die Häuser pfeifen. Neulich habe ich ihn getroffen, den November. Frühmorgens war es, bei einem meiner Waldspaziergänge in heimischen Gefilden. Wie feines Spray verteilte er sich überall und ließ dicke Wassertropfen von allem tropfen, was sich von ihm einhüllen ließ.
Leise war es, nahezu unmerklich still. Und ein Moment, um innezuhalten und nachzudenken – ganz so, wie es uns die zahlreichen Gedenktage dieses Monats vorschlagen. „Abschied“ ruft der November alljährlich – und doch steckt in jedem November auch die starke Kraft für einen Neubeginn, der sich schon ankündigt, wenn wir die erste Adventskerze anzünden können.
Und davon abgesehen: manchmal ist es einfach herrlich, den November draußen sein Spiel spielen zu lassen, sich nicht verdrießen zu lassen und sich statt dessen zu amüsieren über diesen rauhen Gesellen, ganz so, wie es offensichtlich auch Heinrich Seidel tat, als er dem November in seinem Gedicht nachsagte:
Solchen Monat muss man loben;
Keiner kann wie dieser toben,
keiner so verdrießlich sein,
und so ohne Sonnenschein!
Keiner so in Wolken maulen,
keiner so mit Sturmwind graulen!
Und wie nass er alles macht!
Ja, es ist ´ne wahre Pracht…
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen fröhlichen November
Ihre Heike Bruchertseifer

Tage wie aus einer anderen Welt haben wir erlebt, Tage, deren Wärme und Schönheit wir uns lange im Gedächtnis behalten sollten. Die Sonne verwöhnte uns mit unglaublicher Brillianz, der Herbst tauchte beim Sonntagsspaziergang die Landschaft in ein Meer aus Erd- und Feuerfarben.
So gerne wir es doch hätten – es ist kein Frühlingstag. Morgen schon können Herbststürme und Regenwolken machtvoll über uns hereinberechen und das Wetterzepter in die Hand nehmen. Gut beraten, wer da die letzten Sonnenstrahlen im Herzen bewahrt und den Winter über davon zehren kann.
Und bedanken wir uns bei Christian Morgenstern für seine Worte, den Herbst zu beschreiben:
„Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit,
die dich befreit, zugleich sie dich bedrängt;
wenn das kristallene Gewand der Wahrheit
sein kühler Geist um Wald und Berge hängt.
Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit ...“
Lassen Sie den Drachen steigen und die Blätter tanzen!
Viel Spaß dabei und schöne Herbsttage wünscht Ihnen
Ihre Heike Bruchertseifer



Früher war der Anbau von Schlafmohn in unseren Breiten Gang und gebe. Er gehört zu den ältesten Kulturpflanzen in Europa, seine Veredelung als Nutzpflanze ist etwa ab 6000 v. Chr. nachgewiesen. In Deutschland wurde der Mohn in der Landwirtschaft bis zum 2. Weltkrieg angebaut. Heute stehen als neueste Züchtungen zwei ausgesprochen morphinarme Mohnsorten zur Verfügung, die mit entsprechender Genehmigung wieder ausgesät werden dürfen. Angebaut wird die Pflanze wegen ihrer stahlblauen Samenkörner, bis zu 1000 Stück in jeder Kapsel. Aus ihnen lassen sich unter anderem herrlich leckere Gebäckstücke wie Mohnbrötchen oder Mohnkuchen herstellen.
Und dennoch: von den wunderschönen Mohnblüten geht eine ganz andere Suchtgefahr aus. Ihre Schönheit macht die Augen süchtig… man guckt und guckt und sieht sich nicht satt. Aber schauen Sie doch einfach selbst einmal…
Einen bunten Start in den Sommer wünscht Ihnen
Ihre Heike Bruchertseifer


Immer wieder tauchen hinter Wegbiegungen kleine Skulpturen auf, und natürlich machte es sich auch ein steinerner Buddha im Park gemütlich. Man solle, so erfuhr ich, eine Geldmünze auf seinen Bauch legen, denn damit stimme man die Götter milde und erfahre Glück und Wohlergehen. Daran kann man nicht vorbei, und so fand sich auch meine Münze auf dem Bauch des steinernen Buddhas wieder… man weiß ja nie.
Ein sonniges Pfingstwochenende wünscht Ihnen
Ihre Heike Bruchertseifer


Die Anlage geht auf Eleonora von Toledo, die Ehefrau von Cosimo I, zurück. Im Gartenbaustil der Zeit wird der Garten von Boboli durch lange Achsen verbunden, und weist breite Kieswege, eine beachtliche Anzahl steinerner Elemente, den verschwenderischen Einsatz von Statuen und Brunnen, und eine Aufteilung in halbprivate und öffentliche Bereiche auf, die durch klassische Akzente gebildet wurden: Grotten, Nymphen, Gartentempel und ähnliches. Die Offenheit des Gartens, der einen ausgedehnten Blick über die Stadt erlaubt, war für seine Zeit ungewöhnlich und der Spaziergang an diesem Samstagmorgen Ende April unvergesslich.
Es waren die überraschenden Perspektivenwechsel, die sich ganz häufig nach Wegbiegungen auftaten und neue Blickwinkel eröffneten. Und es waren Skulpturen, Tempel und Grotten, die mich ebenso in ihren Bann zogen wie geschmackvoll angelegte Staudenbeete, ein stilvolle Rosengarten und seltene Pflanzen wie der Tulpenbaum – ein Musterexemplar von beachtlichem und stattlichem Wuchs. Eine zu Boden gefallene Blüte machte auf diese sommergrüne Baumschönheit aufmerksam: seine Blüten, gerade aufgeblüht, öffnen sich zunächst becherförmig und erst später nehmen sie ihre glockige Form an. Zarte Frühlingsfarben von Aprico bis Mintgrün machten die Blüte wirklich hübsch anzusehen und den Wandelgang durch den Garten von Boboli ganz besonders reizvoll. Aber: bene, basta cosi. Sie sollten selbst schauen, wenn Sie einmal in Florenz sind!

Bärlauch – das ist auch dieser Shooting-Star in der Küche. Vor einigen Jahren noch völlig unbeachtet, hat sich die Pflanze schnell zu einem der beliebtesten Küchengewürze entwickelt. Bärlauch-Pesto, Bärlauch-Käse, Fleisch in Bärlauch-Kräuterkruste… die Pflanze, die mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch verwandt ist, bereichert unsere Küche unglaublich vielfältig und ganzjährig. Das Wildgemüse, das in Europa und in Teilen Asiens zu Hause ist, trägt aber auch noch ganz andere Namen: je nach Region wird der Bärlauch auch Knoblauchspinat, wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch, Ramsen oder Waldherre genannt.




Der Schlitten dort eben, er huschte vorbei. Saß darin nicht die weiß bepelzte Schneekönigin aus dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen? Diese Eisschönheit aus dem hohen Lappland, deren eiskalter Charakter das Herz des kleinen Kay zu Eis gefrieren lässt. Nur die Tränen seiner Freundin Gerda ließen sein Eisherz schmelzen, den Bann des bösen Zaubers brechen und die Kinder nach einer langen Irrfahrt nach Hause zurückkehren.